Neubauten
Das Altstadtquartier zwischen Dom und Römer soll neu bebaut und die Geschichte des Ortes wieder erlebbar werden. Im Sinne einer Stadtreparatur entsteht ein Altstadt-typisches, kleinteilig strukturiertes Quartier. Neben den geplanten Rekonstruktionen historischer Gebäude werden deshalb passende Neubauten das vielfältige Stadtbild Frankfurts abrunden. Die künftige Bebauung soll sich gestalterisch in die Umgebung einfügen. Um dies zu gewährleisten, verabschiedete die Stadtverordnetenversammlung eine Gestaltungssatzung, welche die typischen Gestaltungsmerkmale der benachbarten Altstadtgebäude aufgriff und daraus Leitlinien zur Gestaltung der Neubauten ableitete.
Gestaltung
Jedes Gebäude soll einen individuellen Charakter mit Bezug zum Ort erhalten. Dazu werden sich die Neubauten zum Beispiel in Trauf- und Firsthöhen unterscheiden und detailreiche Schmuckelemente in Fensterrahmen, Türen, Erkern, Traufen und Dachaufbauten erhalten. Sofern historisch und gestalterisch sinnvoll, werden original erhaltene Baureste der früheren Altstadt, sogenannte Spolien, in die neuen Gebäude integriert. Die Wahl der Farben wird sich ebenfalls an der bereits bestehenden Bebauung und der Historie orientieren. Die Fassaden der Erdgeschosse sollen aus rotem, im Bereich der Braubachstraße auch gelbem, Sandstein hergestellt werden. Die Außenwände der Obergeschosse werden verputzt oder mit Naturschiefer oder Holz verkleidet. Die Neubauten werden Altstadt-typische, steil geneigte Satteldächer aufweisen, deren Neigungen möglichst unterschiedlich sein sollen. Als Dacheindeckung wird Naturschiefer verwandt. Balkone in den Hofinneren-Bereichen sind möglich. Weitere Details zur Gestaltung der Neubauten können Sie der Gestaltungssatzung entnehmen.
Architektenwettbewerb
Im Rahmen dieser Anforderungen soll ein Architektenwettbewerb dazu beitragen, aus einer größtmöglichen Vielfalt, die besten Ergebnisse auswählen zu können. Die DomRömer GmbH startete daher im Jahr 2010 einen Architektenwettbewerb zur Neubebauung der Frankfurter Altstadt. Mehr als 170 kreative Büros aus aller Welt hatten sich binnen kürzester Zeit um die Teilnahme am Wettbewerb beworben, der von der ANP Architektur- und Planungsgesellschaft mbH aus Kassel gesteuert wurde. Ein Auswahlgremium nominierte unter diesen die 38 vielversprechendsten Büros. Weitere 18 Büros waren aufgrund ihrer besonderen Eignung gesetzt. Die insgesamt 56 Architekturbüros erarbeiteten Vorschläge für bis zu 27 neu zu bebauende Parzellen. Ende März 2011 wählte ein Preisgericht, dem Vertreter aus Architektur, Politik und Verwaltung angehörten, die besten Entwürfe aus. Eine Übersicht der Preisträger und Anerkennungen finden Sie hier. Mehr Informationen und Bildmaterial zu den einzelnen Preisträgern und Anerkennungen finden Sie per Mausklick auf die jeweilige Parzelle in der obigen Übersichtskarte.
Komfort, Ausstattung und energetische Aspekte
Rekonstruktionen wie Neubauten werden energetisch auf dem neuesten Stand und komfortabel ausgestattet sein. Vereinfachte Zugangsmöglichkeiten durch Aufzüge, größere Nutzflächen durch erweiterte Kellerräume sowie eine erleichterte Parksituation durch Parkplätze in der Tiefgarage steigern die Attraktivität dieses Quartiers zusätzlich.
Nutzung
Dem Bedürfnis der Menschen nach einer Verbindung der drei Lebensbereiche Wohnen, Freizeit und Arbeit wird mit einem ausgewogenen Nutzungskonzept Rechnung getragen. Für die rund 21.000 m² Bruttogeschossfläche, die zwischen Dom und Römer neu bebaut werden, ist daher folgende Nutzung vorgesehen:
12.000 m² Wohnen
6.000 m² Gewerbe und Gastronomie
3.000 m² Kultur



























































Frankfurts Oberbürgermeister Walter Kolb und Hessens Ministerpräsident Christian Stock legten 1947 den Grundstein zum Wiederaufbau der Paulskirche, die am 18. Mai 1948 wieder eingeweiht wurde.
Bei der Altstadtgrabung in den 1950er Jahren wurden Gebäudereste aus römischer und mittelalterlicher Zeit freigelegt und teilweise im sogenannten „Archäologischen Garten“ konserviert.