Hof zum Rebstock
Hof zum Rebstock
Der „Hof zum Rebstock", Braubachstraße 19, ein barocker Bau, der Mitte des 18. Jahrhunderts entstand, zählte zu Frankfurts bekanntesten Gasthäusern. Der große Messehof, der im Besitz namhafter Patrizier war, diente zum Teil als Herberge. Das dreigeschossige Wohn- und Wirtschaftsgebäude verfügte über ein steinernes Erdgeschoss und zwei darüber liegende Fachwerkgeschosse, die mit langen charakteristischen Holzgalerien versehen waren. Ein Zwerchhaus (1) mit Wellengiebel (2) sowie Dachgauben (3) gliederten das Satteldach (4) des Gebäudes. Diese Gestaltung fand sich auch auf der Rückseite wieder. Im Gasthaus „Zum Rebstock", das gegenüber im Bereich des heutigen Zollamtes lag, wurde 1816 der Frankfurter Dichter Friedrich Stoltze geboren.
(1) Als Zwerchhaus wird der ein- oder mehrgeschossige Aufbau eines geneigten Daches bezeichnet. Ein Zwerchhaus verfügt über einen Giebel und ein eigenes Dach.
(2) Die Ränder des Giebels – der oberen abschließenden Wandfläche eines Gebäudes im Bereich des Daches – sind wellenförmig gestaltet.
(3) Als Dachgaube bezeichnet man den Dachaufbau im geneigten Dach eines Gebäudes. Sie dient zur Belichtung und Belüftung der Dachräume.
(4) Das Satteldach besteht aus zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen, die an der höchsten, waagrechten Kante, dem Dachfirst, aufeinander treffen. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Dachneigungen und Traufhöhen.
Quelle: „Dokumentation Altstadt", veröffentlicht vom Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt am Main, Oktober 2006
Frankfurts Oberbürgermeister Walter Kolb und Hessens Ministerpräsident Christian Stock legten 1947 den Grundstein zum Wiederaufbau der Paulskirche, die am 18. Mai 1948 wieder eingeweiht wurde.
Bei der Altstadtgrabung in den 1950er Jahren wurden Gebäudereste aus römischer und mittelalterlicher Zeit freigelegt und teilweise im sogenannten „Archäologischen Garten“ konserviert.