Häufig gestellte Fragen
Wann werden die ersten Gebäude zu sehen sein?
Die ersten Gebäude sollen schon bis 2013 errichtet sein. Der Bauablauf sieht vor, die Straßenzüge von Süden nach Norden, unterteilt in verschiedene Bauabschnitte, zu errichten.
Kann die gesamte Altstadt rekonstruiert werden?
Aufgrund der baulichen Veränderungen seit dem Zweiten Weltkrieg und der oftmals unvollständigen Dokumentation des historischen Bestandes ist es nicht möglich, die Altstadt wieder genauso zu errichten wie vor der Bombardierung von 1944. Welche Gebäude sich für eine Rekonstruktion bzw. einen schöpferischem Nachbau eignen, legte der Aufsichtsrat der stadteigenen DomRömer GmbH anhand von drei Kriterien fest: Entscheidend ist zunächst, dass eine Errichtung des Gebäudes exakt auf dem historischen Grundriss möglich sein muss. Andernfalls würden Fassaden verschoben und müssten „erfunden“ werden, was dem Anspruch einer „echten“ Rekonstruktion nicht gerecht würde. Weiterhin dürfen dem Vorhaben keine baulichen Beschränkungen im Wege stehen, etwa durch U-Bahn-Aufgänge, Lüftungsschächte oder Aufzüge der darunter liegenden Tiefgarage. Schließlich müssen die historischen Vorgängerbauten gut dokumentiert sein. Auch wenn eine vollständige Rekonstruktion des historischen Stadtkerns aus diesen Gründen nicht möglich ist, wird dennoch ein Altstadt-typisches, kleinteilig strukturiertes Quartier entstehen. Neben den geplanten Rekonstruktionen historischer Gebäude werden deshalb zeitgenössische Neubauten das vielfältige Stadtbild Frankfurts abrunden. Die künftige Bebauung wird sich gestalterisch in die Umgebung einfügen und nach den Vorgaben der Gestaltungssatzung geplant und errichtet werden.
Welche Gebäude werden rekonstruiert?
Für diese acht überwiegend gut dokumentierten Gebäude ist ein schöpferischer Nachbau geplant:
Junger Esslinger
Alter Esslinger
Goldenes Lämmchen
Klein Nürnberg
Rotes Haus
Goldene Waage
Hof zum Rebstock
Braubachstraße 21
Die folgenden neun Gebäude entsprechen ebenfalls den oben genannten Kriterien und könnten rekonstruiert werden, sofern sich Kaufinteressenten finden:
- Hühnermarkt 18, 20, 22, 24 sowie 26
- Markt 13, 15 sowie 28
- Braubachstraße 27
Kann ich ein rekonstruiertes Haus erwerben?
Kaufinteressenten, die ein rekonstruiertes Gebäude auf dem DomRömer-Areal erwerben möchten, sind aufgerufen, sich bis 31. Juli 2010 bei uns zu melden. Wir setzen uns dann mit jedem einzelnen Interessenten persönlich in Verbindung, um dessen Wünsche und die bestehenden Möglichkeiten zu besprechen. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.
Wie werde ich Einzelhändler oder Gastronom in der Frankfurter Altstadt?
Für Gastronomie, Handel und Gewerbe sind die Erdgeschossflächen der meisten der rund 30 historisierenden Nachbauten und Neubauten des Altstadtquartiers vorgesehen. Dies werden unter anderem Gebäude am Hühnermarkt sein, wo auch Außengastronomie vorgesehen ist. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beantworten Ihnen gern weitere Fragen und beraten Sie über einen geeigneten Standort.
Welche Händler werden sich auf dem DomRömer-Areal ansiedeln?
Bereits vor ihrer Zerstörung gab es in der Frankfurter Altstadt zahlreiche kleine Restaurants und Läden sowie Handwerksbetriebe. Da das DomRömer-Areal vor allem ein hochwertiges, innerstädtisches Wohnquartier sein wird, berücksichtigt die Auswahl der Ladenflächen das zunehmende Bedürfnis der Bewohner, Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander in Einklang zu bringen. Das bedeutet, es wird vor allem kleine Läden geben, die sich an der heute abschätzbaren Nachfrage orientieren und die umliegenden Angebote mit regionalem Schwerpunkt sinnvoll ergänzen.
Wie viel kostet die Neubebauung des DomRömer-Areals?
Das Investitionsvolumen liegt insgesamt bei rund 110 Millionen Euro, darin enthalten sind 21 Millionen Euro für den Abriss des Technischen Rathauses. Ein Teil dieser Ausgaben kann durch die Vergabe der Grundstücke im Erbbaurecht, durch Vermietungen und den Verkauf der Gebäude gedeckt werden.
Was passiert mit den Überresten des Technischen Rathauses?
Die Überreste des Technischen Rathauses werden zum Großteil wiederverwertet. Der Beton könnte ihnen möglicherweise einmal als Straßenbelag „wiederbegegnen”. Wertstoffe wie Kabel und andere Metalle werden getrennt und ebenfalls recycelt, so zum Beispiel auch die Stahlstreben im Beton der Gebäudehülle.
Warum wird der Archäologische Garten überbaut?
Der Archäologische Garten war vor seiner Freilegung bis zur Kriegszerstörung der Altstadt stets überbaut und fester Bestandteil der Stadtstruktur. Mit dem Abriss des Technischen Rathauses und der Neubebauung des DomRömer-Areals bietet sich die Chance, die öffentlichen Räume Römerberg und Domplatz wieder zu stärken und das Bodendenkmal Archäologischer Garten als „Keimzelle” der Stadt museal zu präsentieren. Das heißt, der Archäologische Garten wird auch künftig zugänglich sein. Die vorgesehenen öffentlichen Nutzungen des Stadthauses werden dem Viertel neue Anstöße geben und Möglichkeiten eröffnen. Damit entsteht ein Ort der Begegnung mit Bürgern, Besuchern und Gästen der Stadt, der die Bedeutung des Archäologischen Gartens respektiert, sich in eine Raum schaffende Architektur einbindet und eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt ermöglicht.
Wie gestaltet sich die Überbauung des Archäologischen Gartens?
Für die Überbauung des Archäologischen Gartens wurde 2009 ein Realisierungswettbewerb ausgelobt. Zunächst kamen vier Architekturbüros in die Endausscheidung und arbeiteten in den folgenden Wochen an der Konkretisierung ihrer Pläne. In der Überarbeitung lieferte die Arbeitsgemeinschaft Meurer Architekten Stadtplaner Ingenieure mit cba architectes den überzeugendsten Entwurf. Weitere Informationen zum Entwurf sowie Bildmaterial finden Sie hier.
Frankfurts Oberbürgermeister Walter Kolb und Hessens Ministerpräsident Christian Stock legten 1947 den Grundstein zum Wiederaufbau der Paulskirche, die am 18. Mai 1948 wieder eingeweiht wurde.
Bei der Altstadtgrabung in den 1950er Jahren wurden Gebäudereste aus römischer und mittelalterlicher Zeit freigelegt und teilweise im sogenannten „Archäologischen Garten“ konserviert.