Technisches Rathaus
Mit Ablauf der Mietperiode für das Technische Rathaus im Jahr 2007 bot sich der Stadt die Möglichkeit, das Gebäude zurück zu kaufen. Dies war Anlass, über die künftige Nutzung nachzudenken. Der Erhalt des Technischen Rathauses wurde aufgrund der geringen stadträumlichen Qualität und des kaum vorhandenen Bezugs zur historischen Altstadt von großen Teilen der Bevölkerung in Frage gestellt. Deshalb entschied das Stadtparlament, das Technische Rathaus abzureißen und das Areal neu zu bebauen. Ein Altstadt-typisches kleinteilig strukturiertes Quartier soll der Bedeutung des Ortes als historische Keimzelle Frankfurts Rechnung tragen und die Innenstadt neu beleben. „Damit geben wir der Stadt ihr Herz zurück und heilen eine städtebauliche Fehlentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg“, so Oberbürgermeisterin Petra Roth.
Nachdem der Abriss des Technischen Rathauses im November 2010 erfolgreich abgeschlossen wurde, beginnen im Mai 2011 die Umbauarbeiten in der Tiefgarage.
Das ehemalige Technische Rathaus war seit 1972 der Arbeitsplatz von 550 Beschäftigten in fünf städtischen Ämtern, die mit Liegenschaften, Planung und Bau zu tun haben. Diese Ämter sind im November 2009 in das frühere Gebäude der Stadtwerke an der Kurt-Schumacher-Straße umgezogen.
Das Technische Rathaus in Zahlen
Gebäudevolumen: 95.000 Kubikmeter Brutto-Rauminhalt
Baufeldfreimachung (Abriss):
• Januar 2010: Beginn der Entkernung
• April 2010: Beginn des Abrisses
• Mai 2011: Umbau der Tiefgarage
Abrissmethode:
• Entkernung von Innen
• Rückbau mit Baggern von oben nach unten
Frankfurts Oberbürgermeister Walter Kolb und Hessens Ministerpräsident Christian Stock legten 1947 den Grundstein zum Wiederaufbau der Paulskirche, die am 18. Mai 1948 wieder eingeweiht wurde.
Bei der Altstadtgrabung in den 1950er Jahren wurden Gebäudereste aus römischer und mittelalterlicher Zeit freigelegt und teilweise im sogenannten „Archäologischen Garten“ konserviert.