

Mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, das Technische Rathaus abzureißen, setzte eine Debatte über die Nutzung des freiwerdenden Grundstückes ein. Das ursprüngliche Ziel, eine in der Gesamtmasse reduzierte, kleinteilige Bebauung mit möglichst vielfältigen Nutzungen zu realisieren, scheiterte zunächst nach der Präsentation des Wettbewerbsergebnisses in 2005. Daraufhin begann die Abstimmung darüber, ob eine Rekonstruktion des Quartiers in der mittelalterlichen Parzellenstruktur eine mögliche Variante sei. In Vorbereitung auf weitere Entscheidungen wurde eine Untersuchung zur Quellenlage des Areals zwischen Dom und Römer in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse daraus wurden in der Dokumentation der Altstadt festgehalten.
In Kenntnis der Ergebnisse aus der umfassenden Untersuchung zur Altstadt gab der eigens zu diesem Thema gegründete politische Sonderausschuss DomRömer eine Planungswerkstatt in Auftrag. Die Ergebnisse daraus wurden in einem Bericht dokumentiert und sind in eine entscheidungsreife Vorlage eingeflossen. Schließlich wurden sowohl die städtebaulichen und gestalterischen Rahmenbedingungen wie auch das Nutzungskonzept für die Neubebauung des Dom-Römer-Areals im Juni 2007 in einem Vortrag des Magistrats (M112) zusammengefasst und der Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung vorgelegt. Die Beschlussfassung erfolgte am 06.09.2007 in der 15. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung.
Im Jahr 2009 wurde die Gründung einer städtischen Gesellschaft für die Planung und Umsetzung dieses städtebaulich einzigartigen Projektes beschlossen. Gem. § 10 des Gesellschaftsvertrags ist ein Gestaltungsbeirat einzuberufen. Dieser soll aus mindestens drei Personen bestehen und die Zusammensetzung wird auf Vorschlag der Stadtverordnetenversammlung durch die Gesellschafterversammlung bestimmt. Der Gestaltungsbeirat bestand zu seiner Gründung mit Herr Prof. Christoph Mäckler (Vorsitzender), Herr Prof. Fritz Neumeyer und Herr Prof. Arno Lederer aus drei stimmberechtigten Mitgliedern sowie drei nicht stimmberechtigten VertreterInnen (Herr Dr. Dieter Bartezko, Frau Prof. Petra Kahlfeldt und Herr Björn Wissenbach).
Die Aufgabe des Gestaltungsbeirats war unter anderem die Beratung des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung mit dem Ziel, ein stimmiges Erscheinungsbild des zu bebauenden Areals herbeizuführen. Als unabhängiges Sachverständigengremium überwachte er die Einhaltung der von der Stadtverordnetenversammlung zu beschließenden Gestaltungssatzung.

Im Jahr 2010 lobte die DomRömer GmbH einen komplexen Gestaltungswettbewerb für die zeitgenössischen Neubauten auf dem DomRömer – Areal aus. Mit den 1. Preisträgern der einzelnen Parzellen wurde direkt im Anschluss in Kombination mit den Architekten der Rekonstruktionen die Arbeit zur Entwicklung des Gesamtareals aufgenommen.

