

Die Frankfurter Messe ist eine der ältesten und bedeutendsten Handelsmessen der Welt. Ihre Geschichte reicht weit über 800 Jahre zurück und hatte ihren Ursprung im Gebiet zwischen Dom und Römer. Die bereits im Mittelalter verliehenen kaiserlichen Privilegien machten Frankfurt zu einem wichtigen und sicheren Handelsplatz im heiligen römischen Reich. Und der Main war damals bereits ein wichtiger Handelsweg im Flussverband der europäischen Wasserstraßen. Heute zählt die Messe Frankfurt zu den größten Messeveranstaltern der Welt. Durch diese internationalen Veranstaltungen wird sowohl der lokale wie auch der globale Handel gefördert.
Im Zentrum des Messegeländes steht das sog. Torhaus, welches große Teile der Verwaltung der Messe wie auch Dienstleistungen für Kunden und Gäste beherbergt. Das Gebäude bildet mit seiner Architektur von Oswald M. Ungers ein weithin sichtbares Wahrzeichen. Zum 40jährigen Jubiläum im Jahr 2025 äußert sich Herr W. Marzin, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Frankfurt wie folgt: „Das Torhaus ist das Herzstück unseres Messegeländes. Sein Torcharakter symbolisiert gleichermaßen das Zentrum und die Weltoffenheit der Messe Frankfurt“.

Ludwig Landmann (1868 – 1945) war ein liberaler Politiker und von 1924 bis 1933 Oberbürgermeister in Frankfurt am Main. In dieser Zeit hat er unter anderem die Frankfurter Stadtentwicklung stark geprägt. Gemeinsam mit Stadtbaurat Ernst May trieb er in seiner Amtszeit das Projekt „Neues Frankfurt“ voran. Nicht zuletzt dadurch wurde Frankfurt zu einem Zentrum moderner Architektur, Design und sozial orientierter Stadtplanung.

Als Stadtbaudirektor war Martin Elsaesser zusammen mit Ernst May der führende Kopf der städtebaulichen Bewegung „Das Neue Frankfurt“. International bekannt wurde er durch den Bau der Frankfurter Großmarkthalle, welche heute Sitz der Europäischen Zentralbank ist. Seit 2015 erinnert die Stadt Frankfurt mit einem Denkmal an diesen Spezialisten für Großbauten.
In den Jahren 1941 – 1945 wurden vom Gelände der ehemaligen Großmarkthalle aus mehr als 10.000 jüdische Bürgerinnen und Bürger in Konzentrationslager deportiert. In einer Erinnerungsstätte soll das Gedenken an diese Geschehnisse aufrechterhalten werden.

