
Nach der offiziellen Enthüllung des Baustellenschildes im Dezember 2025 war es ruhig um den Frankfurter Rathausturm, den „Langen Franz“. Die planerischen Arbeiten liefen im Hintergrund. Nun beginnt der sichtbare Teil der Arbeiten. Seit dem 28.05. wird das Baugerüst aufgebaut. Der Turm wird im Zuge der Arbeiten schrittweise aufgestockt und von der DomRömer GmbH in seinem historischen Erscheinungsbild wiederhergestellt. Für die historische Rekonstruktion hatte sich der Brückenbauverein eingesetzt und Spenden gesammelt.
„Der Aufbau des Gerüsts markiert sichtbar den Übergang von der Planungs- in die Umsetzungsphase“, erklärt Matthias Leißner, Geschäftsführer der DomRömer GmbH. Wegen der statischen Verhältnisse im Straßenraum kann kein klassischer Baukran aufgestellt werden; die Arbeiten erfolgen über Autokräne. Auch für die Planung des Gerüsts bedeutete die Lage eine Herausforderung. „Aus statischen Gründen können wir das Gerüst nicht auf dem Römer abstützen, daher hängt es an den Fenstern des Turms.“ Nur auf einer Turmseite, in der Buchgasse, kann das Gerüst bis auf die Straßenebene geführt werden.
Voraussichtlich im Juli starten die Hochbauarbeiten am Turm. Das Dach wird nach aktuellem Stand Anfang kommenden Jahres aufgeschlagen. Mit dem Projektabschluss rechnet die DomRömer GmbH im Sommer 2027. „Wir freuen uns auf diesen Moment. Dann wird der Lange Franz in seiner ursprünglichen Form wieder von Weitem für die Bürgerinnen und Bürger und Gäste der Stadt sichtbar sein“, so Leißner.
Hintergrund:
Im Juni 2025 stimmte die Stadtverordnetenversammlung für die Rekonstruktion des Turmdachs. Mit dieser Beschlussfassung wurde die DomRömer GmbH mit den Totalübernehmerleistungen für den denkmalgerechten Wiederaufbau beauftragt. Basis für die Rekonstruktion der Turmspitze sind historische Fotografien, Pläne und Archivmaterialien. Das fehlende Vollgeschoss und das steile Dach mit Gauben und den vier spitzen Türmchen kommen zurück, ebenso dekorative Sandsteinelemente nach historischem Vorbild.


